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Brandenburg und Armenien fördern gemeinsames Forschungsprojekt in Potsdam

Brandenburg und Armenien fördern gemeinsames Forschungsprojekt in Potsdam - (Foto: Manja Schüle)
Brandenburgs Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle, der armenische Botschafter Viktor Yengibaryan und der Leiter des Lepsiushauses, Roy Knocke, haben in Potsdam ein Memorandum zur Fortführung eines Forschungsprojekts unterzeichnet. Das teilte das brandenburgische Wissenschaftsministerium mit. Das Projekt mit dem Titel 'Deutsche Täter und Helfer im Osmanischen Reich' wird in den Jahren 2026 und 2027 mit insgesamt 30.000 Euro vom Land Brandenburg und der Republik Armenien gefördert und soll in ein Buch münden, das auch im Schulunterricht genutzt werden kann. Ministerin Schüle betonte die Bedeutung des Projekts in einer Zeit weltweiter Krisen. 'Wir brauchen Aufklärung, faktenbasierte Wahrheiten, die Erforschung authentischer Quellen', sagte sie.
Das Projekt solle ein Bollwerk gegen Fake News, neuen Nationalismus und Ausgrenzung sein. Die Aufarbeitung historischer Verbrechen könne Verständigung und Versöhnung voranbringen. Die Unterzeichnung fand im Jahr des 100. Todestages des Theologen und Menschenrechtlers Johannes Lepsius statt, der 1916 von Potsdam aus über die Verfolgung der Armenier berichtete. Das Lepsiushaus in Potsdam ist seit 2011 eine Forschungs- und Begegnungsstätte, die sich mit der Biografie von Johannes Lepsius und dem Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg befasst. Das brandenburgische Ministerium unterstützt das Haus mit jährlich 45.000 Euro. Seit 2020 fördert es zudem Forschungsprojekte zur Aufarbeitung des Genozids und zur Stärkung der Zusammenarbeit mit Armenien.

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