Austragungsort des Empfangs war die Zitadelle Spandau, die sich einmal mehr als Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit erwies. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, SPD-Fraktionschef Raed Saleh, CDU-Fraktionschef Dirk Stettner, Heiko Melzer (Vorsitzender CDU Spandau) Rabiner Leah Teichtal sowie der Fernsehmoderator Ulli Zelle. Zudem waren zahlreiche Unternehmer aus dem Bezirk vertreten, darunter auch Holger Alder von der Photon Laser Manufacturing.
Der Neujahrsempfang der CDU-Spandau machte deutlich, wohin die politische Reise in der Hauptstadt gehen soll. In Spandau präsentierten sich die Christdemokraten geschlossen und stellten sich klar hinter den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Die Veranstaltung diente damit nicht nur dem Austausch zum Jahresbeginn, sondern auch als sichtbares Signal innerparteilicher Geschlossenheit.
Auch auf Bezirksebene wurde eine überwiegend konstruktive Zwischenbilanz gezogen.
Spandaus Bezirksbürgermeister Frank Bewig hob Fortschritte bei Bauvorhaben, Genehmigungsprozessen und im Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen hervor. Ein besonderes Augenmerk lege der Bezirk auf die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Spandau. Der Erhalt von Betrieben und Arbeitsplätzen sei entscheidend für eine lebendige Innenstadt, betonte Bewig mit Blick auf Karstadt Spandau.
Kai Wegner zog eine Zwischenbewertung seiner Amtsführung. Er sprach von mehr Verlässlichkeit in der politischen Arbeit, einer sachlicheren Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Verwaltung sowie einem klareren Führungsstil im Berliner Senat. Als zentrales Problemfeld benannte er den Wohnungsmarkt. Um den Druck zu mindern, müsse Berlin deutlich schneller bauen und den Fokus stärker auf bezahlbaren Wohnraum für den Mittelstand legen. Zugleich verwies er auf Fortschritte in der Verwaltung: Durch Reformen seien viele Behördentermine inzwischen kurzfristig und digital verfügbar.
Besonders deutlich wurde Wegner beim Thema Sicherheit. Mit Blick auf einen jüngsten Anschlag auf kritische Infrastruktur fand er klare Worte und sagte:
„Der linke Terrorismus ist zurück in Deutschland, und das müssen wir benennen. Und wir müssen alles daransetzen, diesen linken Terrorismus in den Griff zu bekommen. Wir müssen den Verfassungsschutz stärken, wir müssen mit dem LKA, mit dem BKA, mit den Bundesanwaltschaften alles daransetzen, um diese feigen Täter, die den Stromausfall, den Anschlag durchgeführt haben, dingfest zu machen.“
Der Regierende Bürgermeister stellte unmissverständlich klar, dass Angriffe dieser Art den demokratischen Rechtsstaat insgesamt treffen. Er kündigte an, konsequent alle rechtsstaatlichen Mittel auszuschöpfen, und lobte zugleich die enge Abstimmung zwischen Senat, Sicherheitsbehörden und Einsatzkräften. Dabei verwies er auch auf die Zusammenarbeit mit Innensenatorin Iris Spranger sowie auf die Unterstützung durch den CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz.