Zeugen nach versuchtem Tötungsdelikt in Berlin-Kreuzberg gesucht

Zeugen nach versuchtem Tötungsdelikt in Berlin-Kreuzberg gesucht - (Foto: Polizeiauto (Archiv))
Berlin - Bei einer Auseinandersetzung in einem Spätkauf in der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg ist ein Mann lebensbedrohlich verletzt worden. Das teilte die Polizei Berlin am Montag mit. Der Vorfall hat sich nach Angaben der Polizei am Samstag gegen 2:35 Uhr ereignet.

Die Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen hat sich zunächst auf den Gehweg und später auf die Fahrbahn verlagert. Dabei wurde der Mann durch Schläge und Tritte gegen den Kopf lebensbedrohlich verletzt.

Zwei Tatverdächtige sind bereits ermittelt worden, mindestens zwei weitere sind bislang unbekannt. Sie sollen kurz vor der Tat mit einem schwarzen oder dunklen Auto am Ort des Geschehens angekommen sein. Die 4. Mordkommission des Landeskriminalamts hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen übernommen.

Nach bisherigen Ermittlungen war ein 28-Jähriger gegen 2:30 Uhr in der Oranienstraße mit einer Personengruppe in Streit geraten. Kurz darauf soll ihn ein Mann aus der Gruppe zu Boden gebracht haben, woraufhin vier Personen den am Boden liegenden Mann geschlagen und getreten haben sollen.

Der 28-Jährige musste von Rettungskräften reanimiert und stationär in einem Krankenhaus behandelt werden; es besteht Lebensgefahr. Ein 24-jähriger Begleiter wurde ebenfalls attackiert und im Gesicht und an einem Arm verletzt; eine ärztliche Behandlung lehnte er ab.

Polizeikräfte nahmen in der Nähe des Tatorts einen 25- und einen 33-jährigen Tatverdächtigen fest. Nach der Feststellung ihrer Identitäten und einer richterlich angeordneten Blutentnahme wurden beide in Polizeigewahrsam für die Mordkommission eingeliefert.

Die Ermittlungen dauern an. Die Ermittler fragen, wer Angaben zu der Auseinandersetzung machen kann und wer in dem Zusammenhang ein schwarzes oder dunkles Fahrzeug beobachtet hat. Gesucht werden Hinweise zu Hersteller, Modell, Kennzeichen und Insassen sowie dazu, woher das Fahrzeug kam, wo es stand und wohin es nach dem Geschehen gefahren ist.

Auch wer Fotos oder Videos gefertigt hat, soll sich melden; die Aufnahmen können bei Bedarf anonym über das Hinweisportal der Polizei Berlin hochgeladen werden. Wer sonstige sachdienliche Angaben machen kann und sich bisher noch nicht mit der Polizei in Verbindung gesetzt hat, wird ebenfalls gebeten, sich zu melden