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Zahl der Tasereinsätze der Berliner-Polizei gesunken - aber mehr Verletzte

Zahl der Tasereinsätze der Berliner-Polizei gesunken - aber mehr Verletzte. Archivbild von Marcus Brandt/dpa

Beim Einsatz sogenannter Taser-Waffen der Berliner Polizei sind im vergangenen Jahr 58 Menschen verletzt worden. Das ergibt sich aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen-Abgeordneten Vasili Franco an die Innenverwaltung, die der  dpa vorliegt. 

Die Zahl der Verletzungen hat damit deutlich zugenommen: 2024 waren es 32, wie sich aus dem Vergleich der Daten aus einer entsprechenden Anfrage aus dem Vorjahr zeigt. Die Zahl der Taser-Einsätze ist dagegen von 155 auf 147 zurückgegangen. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» über das Thema berichtet. Die Statistik für 2025 ist nach Angaben der Innenverwaltung allerdings nicht komplett, weil es noch offene Vorgänge gibt, die bisher nicht erfasst sind. 

Taser geben Elektroschocks ab

Taser heißen offiziell Distanzelektroimpulsgeräte (DEIG). Die Polizei setzt sie unter anderem ein, damit sich Einsatzkräfte vor Angreifern schützen können, ohne zur Schusswaffe zu greifen. Taser geben aus geringer Distanz Elektroschocks ab, die einen Menschen in der Regel zunächst handlungsunfähig machen. 

Daran gibt es allerdings auch Kritik, nicht zuletzt von den Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. «Dass mehr Tasereinsätze zu mehr Verletzten führen, scheint für die Innenverwaltung völlig irrelevant zu sein», kommentierte Franco die Antworten auf seine Anfrage.


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