Der 4. Oktober erinnert weltweit an den Tierschutz, in den deutschen Tierheimen entscheidet sich derweil, wie viel vom guten Willen ankommt. Kaum jemand weiß, dass der Welttierschutztag eine Berliner Erfindung ist. Und noch weniger ahnen, dass sich am 4. Oktober jedes Jahr entscheidet, wie viel von der Hilfsbereitschaft der Menschen über das Tierheimsponsoring tatsächlich bei den Tieren ankommt.
Ein Gedenktag, der älter ist als die meisten Feiertage im Kalender
Der Welttierschutztag gehört zu den ältesten Aktionstagen überhaupt und geht auf eine einzelne Person zurück, was in diesem Feld selten vorkommt. Zimmermann, Kynologe und Herausgeber der erfolgreichen Zeitschrift „Mensch und Hund", warb über Jahre für einen festen Tag des Tierschutzes. 1929 trug er seine Idee auf dem Internationalen Tierschutzkongress in Wien vor, wo Vertreter von 152 Tierschutzvereinen aus 32 Ländern zusammenkamen und einen Forderungskatalog mit 23 Punkten verabschiedeten. Der letzte dieser Punkte sah einen eigenen Tierschutztag vor. 1931 war es dann so weit, auf einem Kongress in Florenz wurde der 4. Oktober offiziell ausgerufen.
Dass die Wahl auf dieses Datum fiel, hat auch einen kirchlichen Grund. Der 4. Oktober ist der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, der als Schutzpatron der Tiere gilt und schon im 13. Jahrhundert lieber zu den Vögeln predigte als über sie. Bis heute segnen manche Gemeinden an diesem Tag Tiere, vom Wellensittich bis zum Pferd. Dieses historische Fundament ist heute weitgehend vergessen, doch von der Aufmerksamkeit rund um den 4. Oktober profitiert das Tierheimsponsoring bis heute.
Vom Berliner Sportpalast in die ganze Welt
Aus der lokalen Veranstaltung von 1925 ist ein globaler Aktionstag geworden. Koordiniert wird der World Animal Day heute von einer Zentrale im englischen Cheltenham, die weltweit tausende Aktionen bündelt, von der Fotoausstellung bis zum Webinar, getragen von Botschaftern in mehr als
70 Ländern. Jedes Jahr gibt ein wechselndes Leitmotto die Richtung vor und lenkt den Blick auf ein bestimmtes Problem.
Für die deutschen Tierheime ist dieser Rahmen mehr als Symbolik. 2022 riefen die Deutschen Mitgliedsvereinen hierzulande das Leitmotto „Tierheime am Limit" aus, und es beschrieb die Lage vieler Einrichtungen ziemlich genau. Solche Mottos verschaffen dem Thema eine Reichweite, die ein einzelnes Heim allein kaum erzielt, und sie öffnen ein Zeitfenster, in dem aus kurzem Interesse konkrete Hilfe und im besten Fall langfristiges Tierheimsponsoring wird.
Warum die Tierheime gerade jetzt Hilfe brauchen
Der Zeitpunkt des Welttierschutztags trifft die Heime an einer wunden Stelle. In den Sommermonaten füllen sich die Zwinger regelmäßig, weil Tiere zurückgelassen werden, sobald der Urlaub näher rückt oder das niedliche Weihnachtsgeschenk aus dem Vorjahr größer und lauter geworden ist. Gleichzeitig sind Futter und Energie teurer geworden, die Tierarztrechnungen ohnehin.
Finanziert wird all das zu großen Teilen aus Spenden sowie aus kommunalen Gebühren, die die realen Kosten selten decken. Ein Heim, das eine verletzte Fundkatze aufnimmt, bekommt dafür häufig nur eine Pauschale, die nicht einmal die Operation abdeckt. Einmalige Hilfe in Spitzenzeiten ist willkommen, doch Gehälter und Miete richten sich nicht nach Aktionstagen. Planbar wird die Arbeit erst mit verlässlicher Unterstützung, und an dieser Stelle setzt das Tierheimsponsoring an: Unternehmen und Privatpersonen erteilen einen Versorgungsauftrag über einen festen Beitrag, aus dem das Heim regelmäßig Futter geliefert bekommt. Anders als bei einer Spende kommt also keine Geldsumme an, sondern planbar gelieferte Ware, die die Einrichtung spürbar entlastet.
Woran man erkennt, dass Tierheimsponsoring wirklich ankommt
Wer helfen möchte, muss dafür kein Vermögen mitbringen, aber ein paar Fragen stellen. Die ehrlichen Erfahrungen aus dem Tierheimsponsoring lassen sich in wenigen Punkten zusammenfassen, die in keinem Hochglanzprospekt stehen:
Verlässlichkeit schlägt Höhe. Ein kleiner, regelmäßiger Beitrag über Jahre ist für ein Heim oft wertvoller als eine große Einmalzahlung, weil sich damit rechnen lässt.
Transparenz ist Pflicht. Seriöse Einrichtungen legen offen, wofür Geld verwendet wird, und zeigen es auf Nachfrage. Bleibt eine klare Antwort aus, ist Vorsicht angebracht.
Nachweisbare Lieferung schlägt Versprechen. Ein Blick auf Leistungs- und Verwendungsnachweise kostet nichts und zeigt, was von der Zusage tatsächlich im Napf landet.
Eine Erfahrung wiegt dabei schwerer als jeder Ratschlag. Wer Verantwortung für ein altes oder krankes Tier übernimmt, begleitet es manchmal bis zum Schluss, ohne es je mit nach Hause zu nehmen. Geld allein erklärt eben nicht, warum Menschen über Jahre dabeibleiben.
Mehr als Geld: Wie sich der 4. Oktober nutzen lässt
Der Welttierschutztag lässt sich auch ohne feste Zusage begehen. Viele Heime öffnen an diesem Wochenende ihre Türen und freuen sich über Besucher, die sehen wollen, wie die Arbeit hinter den Kulissen wirklich aussieht. Ehrenamtliche werden fast überall gesucht, ob für den Gassi-Dienst oder die Katzenstube. Und wer weder Zeit noch Geld übrig hat, kann die Wunschliste des örtlichen Heims teilen oder die nächste tierische Anschaffung im Tierheim statt beim Züchter machen. Damit die Wirkung über den Tag hinausreicht, braucht es allerdings jemanden, der dranbleibt. Hier ergänzen sich einmaliges Engagement und dauerhaftes Tierheimsponsoring, das eine Grundlast abfedert, auf die sich ein Heim das ganze Jahr verlassen kann.
Was am 5. Oktober übrig bleibt
Der Welttierschutztag holt die Tiere hinter den Gittern für ein paar Stunden ins Rampenlicht, dann rollt der Nachrichtenzyklus weiter zum nächsten Thema. Die Tierpfleger bleiben, die Rechnungen auch. Deshalb zählt am Ende weniger, was am 4. Oktober gepostet wird, und mehr, was am Tag danach noch trägt. Ob als Privatperson oder als Unternehmen, wer aus einem guten Vorsatz ein verlässliches Tierheimsponsoring macht, hilft den Heimen auch an den Tagen, an denen sonst kaum jemand hinschaut.
Über TIERHEIMSPONSORING
Die TIERHEIMSPONSORING GmbH & Co. KG ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Tierheime und Tierschutzvereine bundesweit mit regelmäßigen Lieferungen von Tierfutter und Streu versorgt. Grundlage ist ein Versorgungsauftrag, den Privatpersonen und Unternehmen über ein Versorgungspaket erteilen. Für die Partnereinrichtungen sind die Lieferungen kostenlos und orientieren sich am aktuellen Bedarf. So werden Futterkosten planbar und es entsteht Spielraum für die eigentliche Tierschutzarbeit.