Am Alexanderplatz in Berlin-Mitte sind am Mittwochabend zwei Transpersonen mutmaßlich aus transphoben Motiven beleidigt und körperlich angegriffen worden. Wie die Polizei Berlin mitteilte, wurden die 17 und 19 Jahre alten Personen gegen 22:30 Uhr von drei Tatverdächtigen im Alter von 16, 19 und 21 Jahren über den Platz verfolgt und mehrfach aufgrund ihres Geschlechts beleidigt.
Im weiteren Verlauf soll der 16-jährige Tatverdächtige der 17-Jährigen mehrfach ins Gesicht gespuckt und eine Flasche nach ihr geworfen haben. Die Flasche traf die Person am Oberkörper, was zu einer Hautrötung und Schmerzen führte.
Eine ärztliche Versorgung wurde abgelehnt. Anschließend soll derselbe Tatverdächtige zwei große Bierflaschen in Richtung der 19-Jährigen geworfen und diese am linken Arm getroffen haben.
Die unverletzt gebliebene 19-Jährige alarmierte die Polizei. Einsatzkräfte des Abschnitts 57 nahmen alle drei Tatverdächtigen vorläufig fest. Nach der Feststellung ihrer Identitäten in einem Polizeigewahrsam wurden sie entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin.
Transphober Angriff am Alexanderplatz: Drei Tatverdächtige festgenommen
über dts Nachrichtenagentur
21. Mai 2026 - 12:25 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin