Rettungskräfte wollten die verhaltensauffällige 27-Jährige, die Schnittverletzungen am Oberarm aufwies, wegen bestehender Eigen- und Fremdgefährdung in eine psychiatrische Fachstation eines Krankenhauses bringen. Da die Frau einen freiwilligen Transport mehrmals ablehnte, drohten eine Polizistin und ein Polizist ihr wiederholt an, sie unter Anwendung unmittelbaren Zwanges in das Krankenhaus zu bringen.
Bei der folgenden Festnahme zog die Frau ein Messer hervor und führte mehrere Stichbewegungen in Richtung des Polizisten aus, der dabei am Arm getroffen wurde. Die Festgenommene wurde anschließend in eine psychiatrische Fachstation eines Krankenhauses gebracht. Der Polizeibeamte erlitt eine Stichverletzung am Arm, erhielt am Ort eine Erstversorgung, kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und trat vom Dienst ab.
Das Messer wurde als Tatmittel sichergestellt. Die zuständigen Fachkommissariate der Polizeidirektion 1 (Nord) übernahmen die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung.