Polizeibeamte haben in Berlin-Grünau einen 20-Jährigen festgenommen, der während der Festnahme nach der Dienstwaffe eines Polizisten gegriffen haben soll. Das teilte die Polizei am Montag mit. Demnach waren Einsatzkräfte am Samstagabend gegen 21:20 Uhr zu einem Imbiss an der Wassersportallee gerufen worden, nachdem Zeugen von Streitigkeiten und einer Bedrohung berichtet hatten.
Bei Eintreffen der Polizei flüchteten zwei Männer.
Einen von ihnen konnten die Beamten stellen. Der 20-Jährige wehrte sich laut Polizei mit Faust- und Ellenbogenschlägen. Während der Festnahme auf dem Boden griff er dem Bericht zufolge nach der Waffe eines Polizisten. Nur durch den Einsatz des sogenannten DEIG und körperlichen Einsatz konnte eine Wegnahme der Waffe verhindert werden. Der Festgenommene leistete weiter Widerstand und trat nach den Einsatzkräften.
Bei der Durchsuchung fanden die Beamten ein verbotenes Messer bei dem Mann. Der 20-Jährige erlitt eine Platzwunde und wurde zur Behandlung sowie für eine Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht. Anschließend wurde er aus der Haft entlassen. Zwei Polizeibeamte erlitten Verletzungen und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Ein Fachkommissariat ermittelt nun unter anderem wegen Verdachts auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffengesetz.
Polizei verhindert Griff zur Dienstwaffe in Berlin-Grünau
über dts Nachrichtenagentur
06. April 2026 - 14:40 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin