Die organisierte Kriminalität in Berlin ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das teilte die Senatsverwaltung für Inneres am Dienstag mit. Demnach wurden 2024 noch 55 Ermittlungskomplexe mit 371 Tatverdächtigen registriert, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Die Gruppierungen verursachten einen Schaden von 6,9 Millionen Euro, von dem Vermögenswerte im Wert von 2,9 Millionen Euro vorläufig gesichert werden konnten.
Das Hauptbetätigungsfeld der organisierten Kriminalität bleibt der Rauschgifthandel und -schmuggel, auf den 20 der Verfahrenskomplexe entfielen. Mehr als die Hälfte dieser Verfahren sei auf die Nutzung verschlüsselter Kommunikation zurückzuführen. Trotz des Rückgangs bleibe das Gefährdungspotenzial hoch. In 20 Komplexen sei Gewalt oder Einschüchterung eingesetzt worden, und der Anteil bewaffneter Täter sei auf 8,6 Prozent gestiegen.
In drei neuen Verfahrenskomplexen wegen Waffenhandels und -schmuggels seien Vermögenswerte von über 675.000 Euro sichergestellt worden. Die klassische Rockerkriminalität habe 2024 in der Hauptstadt keine Rolle mehr gespielt, was auf die Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden zurückgeführt wird. Das ausführliche Lagebild ist im Internet verfügbar.
Organisierte Kriminalität in Berlin geht zurück
über dts Nachrichtenagentur
10. Februar 2026 - 11:30 Uhr
Von Sophie Neumann