Die Berliner Polizei hat einen 36-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, am frühen Donnerstagmorgen einen 33-Jährigen an einer Bushaltestelle in Neukölln lebensgefährlich verletzt und nur wenige Stunden später eine Frau in Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Messer bedroht zu haben. Das teilte die Polizei am Freitag mit.
Gegen 5:50 Uhr soll der Tatverdächtige das spätere Opfer an der Haltestelle in der Sonnenallee nach einer Zigarette gefragt haben. Als der 33-Jährige dies verneinte und in einen Bus der Linie M 41 einsteigen wollte, verspürte er plötzlich einen Schlag im Nacken und ging zu Boden.
Rettungskräfte brachten den Mann mit einer mehreren Zentimeter tiefen Stichverletzung in ein Krankenhaus, wo er operiert und intensivmedizinisch behandelt wird. Nach Polizeiangaben besteht keine akute Lebensgefahr, der Zustand des 33-Jährigen sei jedoch weiterhin kritisch.
Nur Stunden später, gegen 9:30 Uhr, soll der 36-Jährige an der Haltestelle der Buslinie M 29 in der Glogauer Straße eine 32-jährige Frau ebenfalls nach Zigaretten gefragt haben. Nachdem sie verneint hatte, stieg der Mann mit ihr in den Bus und forderte sie auf dem Oberdeck unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe von Geld auf. Die Frau blieb unverletzt und informierte den Busfahrer, der die Polizei alarmierte. Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen noch im Bus an einer Haltestelle in der Pannierstraße festnehmen. Er soll am Freitag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei der Direktion 5 (City).
Messerangriff und versuchte Erpressung in Berliner Bussen – Tatverdächtiger festgenommen
über dts Nachrichtenagentur
15. Mai 2026 - 13:25 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin