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Kritik am Ausschluss dreier Buchläden von Preisvergabe durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer

Archivbild von Bernd von Jutrczenka/dpa

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat Kritik mit der Entscheidung ausgelöst, drei Buchhandlungen wegen Extremismusverdachts vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen. Beim Verfahren seien erhebliche Zweifel angebracht, erklärte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

«Das Prüfverfahren und die Ergebnisse bleiben für die Betroffenen geheim und sind somit nicht anfechtbar», erklärte der Dachverband der Deutschen Buchbranche. «Die Würdigung der kulturellen Leistung einer Buchhandlung von einer etwaigen politischen Ausrichtung ihres Sortiments abhängig zu machen, lehnen wir grundsätzlich ab.»

Wie zuerst die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, hatte Weimer die drei Buchläden aus dem eher linken Spektrum in Berlin, Bremen und Göttingen wegen «verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse» von der Liste der Buchhandlungen gestrichen, die eine Jury für den Preis empfahl.


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