Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin und angehender SPD-Landeschef, fordert als Konsequenz aus dem tagelangen Stromausfall in Berlin die Einsetzung eines Landessicherheitsrats.
"Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr den Nationalen Sicherheitsrat gegründet. Ich bin der Überzeugung, dass wir in Berlin analog dazu einen Landesicherheitsrat einsetzen sollten, der vom Regierenden Bürgermeister geleitet wird", sagte er dem Tagesspiegel gemeinsam mit der SPD-Politikerin Bettina König, seiner designierten Co-Landeschefin.
Die Einsetzung eines Landessicherheitsrats solle in enger Abstimmung mit der Innenverwaltung und weiteren Ressorts erfolgen. "Aber der Regierende Bürgermeister trägt die Gesamtverantwortung und das sollte sich auch abbilden. In den vergangenen Wochen wirkte es eher so, als ob er als Zuschauer am Rande steht", sagte Krach und verband den Vorschlag mit einer Kritik an Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU).
Auch König sagte, Wegner habe "sehr deutlich gezeigt, dass er Krise nicht kann".
Wegner war wegen seines Krisenmanagements beim tagelangen Stromausfall im Südwesten Berlins kritisiert worden. Wegner hatte sich nach Ansicht vieler erst zu spät vor Ort gezeigt. Zudem hatte er am ersten Tag des Stromausfalls eine Stunde lang Tennis gespielt, dies aber zunächst nicht offen kommuniziert.
Krach fordert Landessicherheitsrat für Berlin
über dts Nachrichtenagentur
19. Januar 2026 - 05:00 Uhr
Von Sophie Neumann