Zudem stellte er klar, er sei weder kriminell noch unterstütze er organisierte Kriminalität. "Im Gegenteil: Ich setze mich dafür ein, dass Neukölln ein sicherer Kiez für alle Menschen ist", so der Linken-Bundestagsabgeordnete weiter. Gleichzeitig müsse er aber eingestehen: "Ich habe einen Fehler gemacht. Im Umgang mit meinem Kontakt zur Familie Remmo bin ich meinem Selbstverständnis nicht gerecht geworden. Ich war in der konkreten Situation naiv und mit der Situation überfordert. Dafür übernehme ich Verantwortung", so Kocak.
Hintergrund sind Chat-Nachrichten, die zuletzt veröffentlicht worden waren. Darin schickte Koçak offenbar "Grüße mit Respekt" an Clan-Oberhaupt Issa Remmo. Außerdem bat er dessen Sohn, ein Video seiner Bundestagsrede zu verbreiten. Zudem war Issa Remmo wohl auf der Wahlparty der Neuköllner Linken aufgetaucht. Die Parteiführung erklärte, Remmo sei nicht eingeladen gewesen und man habe ihn direkt nach dem Erkennen aufgefordert, zu gehen.
Kocak entschuldigte sich anschließend öffentlich. Die Berichte hätten die Öffentlichkeit zu Recht verunsichert. "Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, sind durch nichts zu rechtfertigen", so Kocak.