Homophober und fremdenfeindlicher Angriff in Berlin-Mitte

Homophober und fremdenfeindlicher Angriff in Berlin-Mitte - (Foto: Frau sitzt alleine in U-Bahn (Archiv))
Gestern Nachmittag haben Einsatzkräfte einen Mann in Berlin-Mitte festgenommen. Nach Angaben der Polizei alarmierten Fahrgäste der U-Bahn-Linie U2 die Beamten zum U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz. Ein 34-jähriger Mann soll im Zug eine 19-jährige Frau angesprochen und sie aufgefordert haben, ihm ihre Kontaktdaten auszuhändigen.
Als die junge Frau dies verneinte, soll der Aggressor seine Forderung aggressiv wiederholt haben. Freunde der 19-Jährigen, ein 33-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau, stellten sich schützend vor sie. Daraufhin beleidigte der Angreifer den Freund homophob und fremdenfeindlich, bevor er ihm mit der flachen Hand ins Gesicht schlug. Der Schlag führte dazu, dass der 33-Jährige mit dem Kopf gegen die Wand stieß. Zudem trat der Tatverdächtige der Freundin in den Bauchbereich. Bis zum Eintreffen der Polizei hielten andere Fahrgäste den Angreifer fest. Die beiden Angegriffenen klagten über Schmerzen, benötigten jedoch keine medizinische Behandlung. Eine Atemalkoholmessung beim Festgenommenen ergab einen Wert von rund 2,6 Promille. Der Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen, wo ihm auf richterliche Anordnung Blut entnommen wurde. Er muss sich nun wegen Körperverletzung mit homophobem und fremdenfeindlichem Hintergrund verantworten. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

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