In einer energischen Rede vor den Hertha-Mitgliedern hat Geschäftsführer Peter Görlich einen personellen Umbruch beim Berliner Fußball-Zweitligisten angekündigt. «Wir müssen Transfererlöse erzielen, wir müssen mit dem auskommen, was wir einnehmen», sagte Görlich zu anstehenden Spielerverkäufen in diesem Sommer. «Es wird neue Gesichter geben, alte, bewährte Gesichter werden nicht mehr da sein», sagte der 59-Jährige ohne Details zu nennen. Görlich sprach aber von «geliebten Namen» auf der Rückseite der Trikots. «Nichts ist hier unverkäuflich, wir werden aber die Struktur halten, wir werden gezielt nachjustieren», versprach der Geschäftsführer.
Gerüchte um Top-Akteure
Zuletzt hatte es bereits Spekulationen über mögliche Transfers von Jungstar Kennet Eichhorn oder Torwart Tjark Ernst gegeben. Auch ein Abschied von Publikumsliebling und Kapitän Fabian Reese scheint nicht mehr ausgeschlossen. Görlich kündigte an, dass es künftig vier feste Kaderplätze für Akademiespieler geben werde.
In seiner Saisonbilanz wählte Görlich harte Worte. «Solide, aber nicht aufstiegsreif», sei die Leistung der Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gewesen. Es bedürfe eines Mentalitätswandels beim Hauptstadtclub: «Wir müssen rauskommen aus dem Hamsterrad. Jedesmal, wenn es um etwas geht, verkacken wir», sagte er.