Nach den Fan-Ausschreitungen beim Spiel bei Dynamo Dresden haben die Spieler von Fußball-Zweitligist Hertha BSC die gewalttätigen Szenen im Rudolf-Harbig-Stadion verurteilt. «Was da im ersten Durchgang passiert ist, hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen», sagte Toni Leistner. Der Berliner Abwehrspieler wollte allerdings «diese Szenen nicht weiter bewerten». Herthas Kapitän Fabian Reese beschrieb die Eindrücke der Spieler während des Platzsturms durch Dresdner Anhänger. «Als Sportler ist man so in seinem Tunnel, auf einmal hat es überall geknallt. Es gab Rauch und Nebel, die Atmosphäre war insgesamt schon krass. Plötzlich lief irgendwer über den Platz und dann mussten wir auch schon rein», sagte der Offensivakteur.
Dresdner Fans stürmen Platz
Die Partie musste am Samstagabend von Schiedsrichter Sven Jablonski zweimal unterbrochen werden. In der 19. Minute sorgten auf den Platz stürmende Dresdner Fans für einen Eklat. Auch Berliner Anhänger kletterten über die Zäune. Zuvor hatten beide Fanlager Pyrotechnik gezündet.
Die Dresdner Anhänger rannten vermummt quer übers Spielfeld in Richtung Hertha-Fanblock. Beide Fanlager schossen Pyrotechnik hin und her. Polizisten, drängten die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block. Dort wurde eine Hertha-Fahne abgebrannt.
Unmittelbar nach dem Spiel hatten auch die Trainer Thomas Stamm (Dresden) und Stefan Leitl (Hertha) sowie Club-Verantwortliche die Szenen scharf verurteilt.