Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat den vorgelegten Wärmeplan 2026 der Landesregierung als zu unverbindlich kritisiert. Die strategische Planung sei zwar ein wichtiger erster Schritt, doch bei der Umsetzung versage der Senat bislang, sagte Fraktionschef Werner Graf am Dienstag.
Es fehlten die notwendigen Strukturen, das Tempo und konkrete Ansprechpartner für Bürger, die auf nachhaltige Wärme umsteigen wollten, so Graf. Zudem zweifle er am politischen Willen der regierenden Koalition aus SPD und CDU für eine konsequente Wärmewende.
Entscheidend werde die Umsetzung in den Bezirken sein, wo etwa Wärmepumpen oder Nahwärmenetze auf Basis erneuerbarer Energien ausgebaut werden müssten.
Um alle Potenziale für eine klimafreundliche und bezahlbare Wärmeversorgung auszuschöpfen und unabhängiger von fossilen Energien zu werden, fordern die Grünen in allen Bezirken sogenannte Wärmewendemanager. Diese sollen vor Ort vernetzen und beraten. Der Wärmeplan war zuvor im Senat behandelt und an den Rat der Bürgermeister überwiesen worden.
Grüne kritisieren Berliner Wärmeplan als unzureichend
über dts Nachrichtenagentur
24. März 2026 - 12:35 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin