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Großrazzia nach Schussattacke in Berlin-Spandau

Großrazzia nach Schussattacke in Berlin-Spandau - (Foto: Großrazzia nach Schussattacke in Berlin-Spandau. Symbolbild von dts)

Nach einem Angriff mit Schussabgaben auf einen 31-Jährigen im Dezember hat die Polizei Berlin mit einem Großaufgebot Wohnungen in mehreren Stadtteilen durchsucht und mehrere Männer vorläufig festgenommen. Das teilte die Polizei Berlin am Donnerstag mit. Mehr als 300 Beamte, darunter das Spezialeinsatzkommando sowie Unterstützung aus Brandenburg und von der Bundespolizei, vollstreckten gestern im Auftrag der Staatsanwaltschaft 14 Durchsuchungsbeschlüsse und einen Haftbefehl. Der Tatverdacht des versuchten Totschlags richtet sich gegen sieben Männer im Alter von 21 bis 28 Jahren.

Sie sollen am 11. Dezember 2025 an einem Angriff auf den 31-Jährigen vor einem Spätkauf in der Gartenfelder Straße in Spandau beteiligt gewesen sein. Aus der Gruppe der Beschuldigten wurde dabei mehrfach auf das Opfer geschossen, das mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Identifizierung der Verdächtigen gelang laut Polizei durch Gesichtserkennungssoftware und die Auswertung von Videomaterial unter Mithilfe sogenannter Super Recognizer.

Bei den Durchsuchungen in Wohnungen in Britz, Charlottenburg, Haselhorst, Spandau, Staaken, Tempelhof und Tiergarten wurden unter anderem Kokain, Ketamin und Haschisch in nicht geringen Mengen, mutmaßliche Tatkleidung, Schreckschusspistolen, Waffenteile und scharfe Munition sichergestellt. Bis auf einen 21-Jährigen wurden alle Beschuldigten angetroffen und vorläufig festgenommen. Der mit Haftbefehl gesuchte 24-Jährige wurde gegen Meldeauflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die weiteren Ermittlungen zur Tat und den einzelnen Tatbeiträgen dauern an.


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