Ein Fußballspiel in Berlin-Hakenfelde ist am Sonntagnachmittag nach mutmaßlich antisemitischen Beschimpfungen abgebrochen worden. Das teilte die Polizei mit. Auf dem Platz an der Hakenfelder Straße hatten die zweiten Mannschaften des SSC Teutonia 1899 und des TuS Makkabi gegeneinander gespielt.
In der 55. Spielminute soll ein Zuschauer den Spielführer des TuS Makkabi zunächst mit einer antisemitischen Bemerkung zu dessen Armbinde angesprochen haben.
Anschließend habe der Mann weitere herabwürdigende Äußerungen getätigt. Daraufhin entschied sich die Mannschaft von Makkabi, das Spiel nicht fortzusetzen, und der Schiedsrichter brach die Partie ab.
Die Polizeikräfte vor Ort konnten einen 52-jährigen Mann als Tatverdächtigen identifizieren. Nach der Feststellung seiner Personalien wurde er zunächst am Ort entlassen. Die Ermittlungen hat nun der Staatsschutz des Landeskriminalamtes wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung übernommen.
Fußballspiel in Spandau nach antisemitischen Beleidigungen abgebrochen
über dts Nachrichtenagentur
20. April 2026 - 13:40 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin