Mehrere hundert Feuerwehrleute und andere Helfer sind wegen des großflächigen Stromausfalls im Südwesten Berlins im Einsatz. Dazu kommen andere Hilfsorganisationen, die die Bewohner der rund 50.000 betroffenen Haushalte unterstützen. «Wir sind mit der Berufsfeuerwehr dabei, wir haben Freiwillige Feuerwehren alarmiert, das Technische Hilfswerk und weitere Organisationen sind ebenfalls aktiv», sagte Feuerwehr-Sprecher Vinzenz Kasch.
Die Lage sei auch deswegen herausfordernd, weil mehrere Pflegeheime und Krankenhäuser in dem Gebiet mit dem Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf lägen. Die Feuerwehr habe bereits Bewohner und Patienten von zwei Heimen in andere Heime verlegt. Nun werde geprüft, welche weiteren Hilfsmaßnahmen erforderlich seien. Die ganze Lage sei sehr dynamisch. Die Feuerwehr bat Bewohner in dem Gebiet, sich um hilfebedürftige Nachbarn zu kümmern. Gasbetriebene Heizgeräte sollten nicht in Innenräumen benutzt werden. Sollte das Telefonnetz gestört sein, könne man sich in einem Notfall um Hilfe an die nächste Feuerwache oder Polizeiwache wenden. Auch bei Busfahrern könne ein Notruf abgesetzt werden. Berliner in anderen Stadtteilen sollten überlegen, ob Verwandte in den betroffenen Gegenden leben und möglicherweise Hilfe bräuchten. Auf der Internetseite von Stromnetz Berlin wurde eine Karte von dem betroffenen Gebiet in Lichterfelde ganz im Südwesten Berlins veröffentlicht.