Wenn die Bundeswehr personell aufwachsen solle, was sie ohne Zweifel müsse, wenn sie sich stärker in der Gesellschaft verankern solle, wenn die Menschen verstehen sollten, dass sie einen konkreten Beitrag für die Verteidigung der Freiheit und der Lebensweise leisten sollten, dann müsse man in einen Dialog zwischen Bundeswehr und Gesellschaft kommen, sagte Babst. Die Jugendoffiziere leisteten dabei einen sehr, sehr wichtigen Beitrag und hätten das auch schon immer gemacht. "Es wäre ausgesprochen bedauerlich, wenn hier linke Pazifismus-Instinkte und -Fantasien einmal mehr sich verankern und damit auch komplett an der Realität vorbei sind."
Der Wunsch nach Frieden sei kein exklusives deutsches Anrecht, so Babst. Von alleine werde es diesen Frieden nicht geben. Man sei als Deutscher nicht der Einzige, der quasi ein Privileg oder vielmehr ein Monopol auf Friedenswünsche habe. Natürlich möchten die Menschen in Deutschland, aber auch in Polen, in Litauen, in Portugal, in Spanien, überall in Europa Frieden. Aber das komme nicht wie Manna vom Himmel, man müsse etwas dafür tun. Und dafür brauche man eine einsatzbereite, verteidigungsbereite Bundeswehr. "Und dafür brauchen wir eine Gesellschaft, die das nicht nur bestaunt von der Seite, sondern auch konkret unterstützt. Und daran würden die Jugendoffiziere ganz sicherlich auch einen wichtigen Beitrag weiter leisten können."