Die Enquete-Kommission des Brandenburger Landtages zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie hat eine Absage des Robert-Koch-Instituts (RKI) für ein geplantes Fachgespräch erhalten. Das teilte der Landtag am Freitag mit. Die Kommission wollte mit dem RKI und der Ständigen Impfkommission über die wissenschaftlichen Entscheidungsgrundlagen während der Pandemie und deren Bedeutung für Brandenburg sprechen. Zur Begründung habe der Präsident des RKI mitgeteilt, das Institut sei bereits durch die Arbeit der Bundestags-Enquete zur Pandemie ausgelastet und konzentriere sich auf diesen bundesweiten Prozess.
Die Brandenburger Kommission äußerte daraufhin ihr Bedauern und ihre Enttäuschung über die Absage. Die Kommission kündigte an, den Dialog mit dem RKI fortsetzen zu wollen. Man werde sich weiter darum bemühen, die fachliche Expertise des Bundesinstituts zu einem späteren Zeitpunkt in die eigenen Beratungen einzubringen. Die Kommission mit dem Titel 'Lehren aus der Coronapandemie' analysiert staatliche Maßnahmen und will die Krisenresilienz des Landes stärken.