Der Rückzug Berlins aus dem Bewerbungsverfahren sei der folgerichtige Schritt angesichts des Berichts der Evaluierungskommission des DOSB. Wenn diese das Konzept des Senats mit deutlichem Abstand auf den dritten Platz verweise, müsse der Senat vor allem die eigene Arbeit hinterfragen, statt mit Fingern auf andere zu zeigen. Am Wahlergebnis einen Tag zuvor könne es jedenfalls nicht liegen. Schulze erklärte weiter, die Linke bleibe dabei: Angesichts eines von CDU und SPD hinterlassenen Haushaltsdefizits von mehreren Milliarden Euro, das eine neue Koalition zu schließen habe, passe Olympia nicht in die Zeit.
Berlin könne sich Olympia schlicht nicht leisten, zumindest nicht, ohne weitere Einsparungen im Breitensport, bei Kultur oder im Sozialbereich umsetzen zu müssen. Stattdessen setze seine Fraktion auf die Vision einer bezahlbaren Metropole für alle. Sie setze auf eine Stadt, die ihre 4.500 Sportstätten in Schuss halte, statt für viel Geld 80 davon auf olympisches Niveau zu bringen und goldene Pfade und Brücken zu installieren.
Sie setze auf eine Stadt, die Milliarden in den sozialen Wohnungsbau stecke statt in ein vierwöchiges Großereignis.