Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platz vor dem Abgeordnetenhaus

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platz vor dem Abgeordnetenhaus - (Foto: Margot Friedländer (Archiv))

Berlin hat einen Margot-Friedländer-Platz. Das hat die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, am Donnerstag mitgeteilt. Nach einer Festveranstaltung im Plenarsaal des Parlaments enthüllte sie gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und dem Vorsitzenden der Margot-Friedländer-Stiftung, Karsten Dreinhöfer, das neue Namenszeichen des Platzes vor dem Gebäude. Seibeld würdigte Friedländers letzten öffentlichen Auftritt am 7. Mai 2025 in Berlin.

Niemand habe sich ihrer zarten Stärke entziehen oder dem Gewicht ihrer Worte ausweichen können. Die Benennung des Platzes sei eine dauerhafte Mahnung und mache ihr Vermächtnis jeden Tag sichtbar. Wegner betonte, der Platz halte die Erinnerung an die Ehrenbürgerin lebendig und sei ein Bekenntnis gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Er stehe für die Würde des Menschen, für jüdisches Leben und die Werte Freiheit, Respekt und Toleranz. Remlinger hob hervor, die Benennung setze ein starkes Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Menschlichkeit.

Dreinhöfer erklärte, Friedländer stehe für den entschlossenen Widerstand gegen Entmenschlichung und die Zerstörung von Freiheit und Demokratie. Der Platz solle weit mehr als ein Name sein, sondern ein Versprechen für Menschlichkeit im Herzen der Demokratie. Zum Rahmenprogramm gehörten musikalische Beiträge des Schulchors der zukünftigen Margot-Friedländer-Schule in Spandau sowie eines Ensembles.


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