Die Berliner Gesundheitsverwaltung verstärkt den Kampf gegen die Risiken durch hochgefährliche synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene. Wie die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege mitteilte, werden die Strukturen zur Früherkennung und Krisenvorsorge ausgebaut. Fast sechs Menschen sterben in der Stadt wöchentlich an den Folgen des Konsums illegaler Drogen, oft im Zusammenhang mit Opioiden. Ein zentraler Baustein ist ein ressortübergreifender Runder Tisch, der seit April vergangenen Jahres Akteure aus Suchthilfe, Polizei, Feuerwehr und Medizin zusammenbringt.
Zudem strebt Berlin die Einrichtung eines Landesknotenpunkts im nationalen Frühwarnsystem NEWS an, um Informationen zu neuen Substanzen schnell zu erfassen und zu bewerten. Unterstützt wird der Prozess durch das Projekt 'so-par' der Deutschen Aidshilfe, das in Berlin-Mitte praxisorientierte Instrumente für Risikoanalyse und Krisenmanagement entwickelt. Gesundheitssenatorin Ina Czyborra betonte, die enge Zusammenarbeit ermögliche es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Menschen besser zu schützen. Auch der Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, begrüßte die Initiative. Er wies darauf hin, dass die Erkenntnisse aus Berlin in ein länderübergreifendes Monitoring- und Frühwarnsystem einfließen sollen.