Rund um die Neonazi-Demonstration in Berlin sind nach Angaben des Polizeisprechers Florian Nath rund 300 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Angemeldet hat den Marsch die rechtsextreme Partei Die Heimat, ehemals NPD. Der Start der Versammlung war für 13 Uhr angekündigt. Kurz davor schätzte Nath die Teilnehmerzahl auf etwa 80 Personen. Für eine Gegenversammlung hätten sich ebenfalls rund 80 Personen versammelt. Besondere Vorkommnisse gab es den Angaben des Polizeisprechers zunächst nicht.
Rechtsextreme Gruppen haben in sozialen Medien mit einem populistischen Spruch für den Marsch mobilisiert, zu dem die Veranstalter nach Polizeiangaben 100 Teilnehmer erwarten. Drei Gegendemonstrationen sind angekündigt, eine davon von der Initiative Omas gegen Rechts.
Der Neonazi-Aufzug soll am Berliner Dom starten und über die Straße Unter den Linden über den Werderschen Markt zur Friedrichstraße führen und am S-Bahnhof dort enden. Auf der Demonstration halten Teilnehmer ein Transparent mit dem Spruch «Grenzen Dicht!» in den Händen. Darauf ist auch ein weißes Schaf aufgemalt, das ein schwarzes Schaf mit den Hinterbeinen wegkickt.
Zur Teilnahme hatte auch die rechtsextreme Berliner Jugendgruppe «Deutsche Jugend Voran» aufgerufen. Ein führender Kopf der Gruppierung befindet sich seit Anfang September im Gefängnis. Das Landgericht Berlin hatte den damals 24-Jährigen am 9. April unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt.