Ein Bericht von

Zeitungen: Polizei-Panne nach Goldmünzen-Diebstahl!

Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Bode-Museum in Berlin. Foto: Marcel Mettelsiefen/Archiv dpa
News aus Berlin-Brandenburg: -

Wieder eine Panne bei der Berliner Polizei? Nach dem Diebstahl einer riesigen Goldmünze aus dem Bode-Museum soll es Unbekannten laut einem Medienbericht gelungen sein, mögliche Spuren zu verwischen. Dazu sollen sie sich Zugang zu einer Halle auf einem Polizeigelände verschafft und den Inhalt eines Feuerlöschers in eine beschlagnahmte Limousine gesprüht haben, berichteten die Zeitungen «Bild» und «B.Z.» am Dienstag. Das Auto war demnach am 5. Juli beschlagnahmt worden, weil es in einen Unfall verwickelt war. Es könne sich um einen Fluchtwagen der Münzdiebe handeln, hieß es. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Dienstag lediglich, dass es Unbekannten gelungen sei, auf das Gelände in der Belziger Straße im Stadtteil Schöneberg zu gelangen. Die Ermittlungen liefen.

Eine Woche nach diesem Vorfall hatte die Polizei bei einer Razzia im Zusammenhang mit dem Münzdiebstahl mehrere Männer festgenommen. Von ursprünglich vier Verdächtigen sind inzwischen noch zwei in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe von einer organisierten Bandenstruktur aus, die Ermittlungen richteten sich gegen einen arabischstämmigen Clan. Die 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden - von der Beute fehlt jede Spur.

Erst kürzlich war der Diebstahl zweier Autos, die die Polizei sichergestellt hatte, bekannt geworden. Die Einbrüche auf einem Sicherstellungsgelände in Berlin-Biesdorf ereigneten sich im Oktober. Im September erntete die Polizei Spott für einen Einbruch im Polizeipräsidium Stadtteil Tempelhof. Unbekannte Täter hatten dort Vitrinen und Schaukästen im Polizeimuseum aufgebrochen und Antiquitäten gestohlen. dpa

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