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Zahl der Hitzetoten in Berlin und Brandenburg wächst

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Potsdam/Berlin (dpa/bb) - In Berlin und Brandenburg sterben immer mehr Menschen an den Folgen steigender Temperaturen. Das geht aus einer Recherche hervor, die der RBB am Donnerstagmorgen veröffentlichte. Demnach seien in den Hitzephasen zwischen 2018 und 2020 in beiden Ländern 1389 Menschen gestorben. Allein im Sommer 2018, als es im Juli und August besonders viele aufeinanderfolgende Hitzetage gab, seien 750 hitzebedingte Todesfälle registriert worden.

«Es sterben einfach mehr Leute, weil es mehr Hitzewellen gibt», sagte Martin Axnick vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg dem RBB. Jedoch sei es schwer, einzelne Todesfälle auf Hitze zurückzuführen, da auf dem Totenschein oftmals lediglich Herzinfarkt oder Schlaganfall stehen würde, obwohl der Betroffene ohne die Hitze gar nicht erst kollabiert wäre. Statistisch sei der Effekt jedoch zu erkennen.

Zwar gäbe es statistische Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg, der Trend sei jedoch in beiden Ländern gleich. Das liegt an den unterschiedlichen Voraussetzungen. Die Großstadt Berlin sei aufgrund der engen Bebauung, die für stärkere Aufheizung und schlechtere Abkühlung sorgt, in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich 0,7 Grad wärmer als Brandenburg gewesen. Jedoch sei das Durchschnittsalter der Brandenburger höher. Beides führe zu einer Angleichung der hitzebedingten Sterberate zwischen Stadt und Land.


 
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