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Warnstreik der GEW: Lehrkräfte legen Arbeit nieder

Eine Lehrerin schreibt in englischer Sprache an die Tafel. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin (dpa/bb) - Lehrkräfte von 28 Berliner Schulen haben am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zu dem Warnstreik aufgerufen, an dem sich nach eigenen Angaben etwa 500 Lehrkräfte beteiligten. Nach Angaben der Bildungsverwaltung waren es 371 Personen. Während des Warnstreiks fand eine Fahrraddemonstration statt. Die Gewerkschaft fordert, in einem Tarifvertrag eine Verkleinerung der Klassen festzuschreiben. Lehrkräfte würden so durch weniger Lärm, weniger Vor- und Nachbereitung und weniger Korrekturaufwand entlastet. Bereits im Juni wurden laut GEW die zuständigen Senatoren aufgefordert, Tarifverhandlungen über einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz aufzunehmen, die der Finanzsenator abgelehnt habe. Aus dem Grund sei der Warnstreik der nächste Schritt gewesen, um auf den Arbeitgeber Druck auszuüben, heißt es.

Von der Finanzverwaltung hieß es, die Aufnahme der Tarifverhandlungen sei abgelehnt worden, da diese in die organisatorische Entscheidung des Arbeitgebers eingreife. Zudem sei das Land Berlin als Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung der TdL gebunden und strebe daher keinen Alleingang an. Die GEW hoffe dennoch, eine Gesprächsbereitschaft seitens der zuständigen Senatsverwaltung zu erreichen. Die Corona-Pandemie sei eine riesige Belastung für die Familien gewesen, weshalb die GEW nur wenige Schulen zum Warnstreik aufgerufen hatte. Sollte die Blockadehaltung allerdings weiterhin gegeben sein, könnte die Gewerkschaft zu weiteren Warnstreiks an noch mehr Schulen aufrufen.


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