Viessmann will mehr Förderung für Wärmepumpen

Viessmann will mehr Förderung für Wärmepumpen
Der Heizungsbauer Viessmann Climate Solutions hat bessere Förderbedingungen für Wärmepumpen angemahnt. "Aus meiner Sicht ist der Arbeitsauftrag jetzt, die Förderung so auszugestalten, dass sie auch vollumfänglich in Anspruch genommen wird", sagte Heim dem Magazin "Capital". "Im Moment haben wir 10.000 Förderanträge pro Monat. Das heißt, die ursprünglich vorgesehenen Fördermittel werden bei weitem nicht ausgeschöpft." Ein Problem sind aus seiner Sicht Elemente wie der Geschwindigkeitsbonus, der nur für bestimmte Gruppen von ausgetauschten Heizungen gewährt wird.
Allerdings spiele auch die allgemeine Debatte über die Wärmepumpe eine Rolle für die Kaufzurückhaltung. "Es ist wichtig, dass es für eine Technologie wie die Wärmepumpe, die noch nicht in den Stückzahlen im Markt ist wie die Gasheizung, gerade am Anfang eine Unterstützung gibt", sagte Heim. "Diese Unterstützung und Förderung ist in den letzten 18 Monaten ein Stück weit zerredet worden, was auch für Unsicherheit gesorgt hat." Viessmann verzeichnet derzeit einen deutlichen Rückgang vor allem beim Verkauf von Wärmepumpen. "Wenn man sich den vorherigen Kern von Viessmann anschaut, der von Carrier übernommen wurde, dann sind wir im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um ungefähr zehn Prozent gefallen", sagte Heim. "Das liegt daran, dass die Märkte in Europa teilweise erheblich eingebrochen sind." Anfang Juli war bekannt geworden, dass das Unternehmen für die Produktion am Standort Allendorf Kurzarbeit angemeldet hat. Das von der Viessmann-Familie aufgebaute Unternehmen war unlängst an den US-Konzern Carrier Global verkauft worden und hat aufgrund der Marktlage mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. "Es ist kein Geheimnis, dass der deutsche Markt für Wärmepumpen im ersten Quartal um 52 Prozent eingebrochen ist und dass auch der gesamte Heizungsmarkt in Deutschland um über 20 Prozent zurückgegangen ist", sagte Heim. "Aber auch andere europäische Märkte wie Frankreich, Polen oder auch Italien sind aus unterschiedlichen Gründen rückläufig."

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