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Viel zu trocken: Spree und Schwarzer Elster fehlt Wasser!

Viel zu trocken: Spree und Schwarzer Elster fehlt Wasser! Symbolfoto: pixabay

Weil in den Flüssen Spree und Schwarze Elster wegen ausbleibender Niederschläge zunehmend Wasser fehlt, sind Expertengruppen einberufen worden. Die länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe «Extremsituation» als auch die AG Niedrigwassermanagement sollen die hydrologische Situation bewerten, Lösungen erarbeiten und sie umsetzen, wie das Brandenburger Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. Dabei arbeiten die Länder Brandenburg, Sachsen und Berlin zusammen. Die Winterniederschläge reichten den Angaben zufolge nicht aus, um den Wasserhaushalt der Lausitz für die Sommermonate zu stabilisieren.

Ein historischer Tiefststand wurde für März an der Station Cottbus gemessen: In dem Monat betrugen die Regenmengen dort mit drei Litern pro Quadratmeter nur sieben Prozent des langjährigen Mittels (1981 bis 2010). Die aktuellen Langfrist-Prognosen versprechen auch für die kommenden Zeit nichts Gutes: Die Prognosen für die Lausitz gingen von weiter steigenden Temperaturen und äußerst geringen Niederschläge aus.

Die Spree wird im Süden Brandenburgs von der Talsperre Spremberg gestützt. Das Speichervolumen im gesamten Einzugsgebiet der Spree konnte zwar im Mai fast vollständig aufgefüllt werden. Der Wasserstand der Talsperre fällt wegen der Trockenheit und ausbleibenden Regens allerdings circa zwei bis drei Zentimeter pro Tag. Ähnlich sieht es im Speicherbecken Niemtsch (Oberspreewald-Lausitz) aus: Auch dort sinkt der Wasserstand in Niemtsch den Angaben zufolge um etwa zwei Zentimeter pro Woche.

Die Schwarze Elster ist zwischen Kleinkoschen und der Mündung des Nebenarms Rainitza abschnittsweise ausgetrocknet. Der Landesanglerverband begann dort bereits, die Fische aus dem Gewässer zu holen. Am sächsischen Pegel Neuwiese zwischen Hoyerswerda und Senftenberg wurden mit Stand Montag lediglich 0,16 Kubikmeter Abfluss pro Sekunde gemessen. Der mittlere Abfluss liegt an diesem Pegel bei 2,94 Kubikmeter pro Sekunde. Das Landesumweltamt geht davon aus, dass die Niedrigwassersituation in beiden Flussgebieten bestehen bleibt.


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