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VfB/Einheit zu Pankow: Vorbildhafte Integration

Berlin (dpa) - Bei der Umsetzung einer schnellen Wiedervereinigung nimmt der VfB/Einheit zu Pankow auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer einen einsamen Rekord für sich in Anspruch. Der aktuelle Kreisligist ist demnach bis heute der einzige Fußballverein, der durch die Teilung Deutschlands getrennt und gleich nach der Wende wieder zusammen gefunden hat. «Der VfB Pankow kam auf uns zu mit der Frage, ob wir uns nicht wiedervereinigen wollen», erzählt Dirk Weißbach, 1. Vorsitzender des fusionierten Clubs. Nach einigen Verhandlungen zwischen den Vertretern des VfB Pankow aus dem Westteil der Stadt und den Funktionären von Einheit Pankow war die Fusion zum VfB/Einheit zu Pankow beschlossen und hält bis heute.

Sehr behutsam gingen die Verhandlungsführer vor, um die Ängste der Fußballer aus dem Ostteil, über den Tisch gezogen zu werden, abzubauen. «Es ist alles super gelaufen, nachdem wir uns auf den gemeinsamen Namen geeinigt hatten, der beide Namen beinhaltete», sagt Weißbach, der als «achter Mann» mit am Verhandlungstisch saß.

Der vorbildhafte Coup gab dabei nicht nur auf dem Fußballplatz eine gewisse Stabilität in den ungewissen Zeiten nach der Wende. «Der Fußball war für mich der absolute Ausgleich und hat mir gezeigt, dass es auch andere Leute gibt, um gewisse Vorurteile abbauen zu können», sagt Weißbach, «die Westkollegen haben uns in dieser Zeit sehr geholfen und motiviert.»

Da der Westverein fußballerisch eher limitiert war und keinen Nachwuchs besaß, sank die Zahl der Westberliner im Verein auf rund fünf Prozent ab. Für Weißbach ist nach 30 Jahren Ost/West aber kein Kriterium mehr: «Mir ist egal, wer mitspielt.»

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