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Verwaltung stellt mehr Treffen im Klassenverband in Aussicht

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung will am Wechselunterricht bis zu den Ferien festhalten, hat aber mehr Aktivitäten im Klassenverband als bisher in Aussicht gestellt. «Wir verstehen die Sorgen in Teilen der Elternschaft und haben die sinkenden Inzidenzen natürlich im Blick», sagte ihr Sprecher Martin Klesmann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb habe die Senatsverwaltung den Schulen bereits vor einer Woche Exkursionen und Projekte im Freien in vollen Lerngruppen oder auch Abschlussfeiern und -veranstaltungen gestattet. «Wenn sich die Lage weiter derart verbessert, dann sind in letzten beiden Wochen vor den Sommerferien auch weitere Zusammenkünfte und mehr Projekte im Klassenverband und im Freien möglich und wünschenswert», erläuterte Klesmann.

So sei das auch mit der SPD-Landesvorsitzenden Franziska Giffey besprochen. Die Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Abgeordnetenhauswahl forderte in der «Berliner Morgenpost» (Donnerstag) allerdings, wenn die Inzidenz auch bei den Kindern dauerhaft unter 50 komme, seien «selbst ein paar Tage Regelunterricht vor den Sommerferien es wert, darüber noch mal zu diskutieren».

Dazu bemerkte der Sprecher der Bildungsverwaltung: «Wir alle wünschen uns doch, dass die Kinder und Jugendlichen, die in der Pandemie eine große Last getragen haben, ebenso von der positiven Entwicklung profitieren wie andere Teile der Bevölkerung, die die Gastronomie oder Kulturangebote verstärkt nutzten können.» Die derzeitigen Regelungen an den Schulen seien jedoch seit vielen Wochen schon deutlich großzügiger als die, die jetzt oder auch demnächst für Kongresse und die Gastronomie gelten würden.

«Es bleibt aus unserer Sicht wichtig, das Infektionsrisiko an den Schulen möglichst gering zu halten - auch weil noch nicht alle Lehrkräfte vollständig geimpft sind», sagte Klesmann. «Gleichzeitig konzentrieren wir uns darauf, die Rückkehr zum pandemiegerechten Regelbetrieb nach den Sommerferien genau vorzubereiten und schon in den Ferien Lernhilfen und Ganztagsbetreuung im Hort anzubieten.» Für diesen vorsichtigeren Weg erfahre die Senatsverwaltung viel Zuspruch auch von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern.

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