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Verdi ruft zu Warnstreiks im Pharmagroßhandel auf

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Im Tarifstreit des Groß- und Außenhandels ruft die Gewerkschaft Verdi für Dienstag in Berlin und Brandenburg zu Warnstreiks unter anderem im Pharmagroßhandel auf. Dabei werde penibel darauf geachtet, dass keine Impfstoff-Lieferungen bestreikt würden, sagte Verdi-Sprecherin Franziska Foullong. Haus- und Betriebsärzte erhielten ihre Impfdosen wie gewohnt über den Großhandel. Von den Warnstreiks betroffen sind demnach die Berliner Unternehmen Phoenix Pharmahandel und Alliance Healthcare Deutschland sowie Sanacorp in Potsdam. Auch beim Tiefkühlkost-Lieferanten Bofrost sind die Beschäftigten dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

In einem ersten Angebot habe die Arbeitgeberseite anstatt einer Lohn- und Gehaltserhöhung lediglich eine Einmalzahlung für wirtschaftlich stabile Unternehmen in Aussicht gestellt. «Der Pharmahandel ist ein gutes Geschäft, nur nicht für die Beschäftigten», teilte Verdi mit. «Während die Umsätze im letzten Jahr bis zu 5 Prozent stiegen, sollen die Beschäftigten leer ausgehen.»

Die Gewerkschaft fordert für den gesamten Groß- und Außenhandel 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie ein «rentenfestes Mindestentgelt» von 12,50 Euro die Stunde. In der Branche arbeiten laut Verdi in Berlin und Brandenburg rund 64 000 Menschen.

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