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Verdacht: Zwei Brüder sollen Geldboten überfallen haben

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Der Raubüberfall auf eine Bank in Berlin-Neukölln geht vermutlich auf das Konto zweier Brüder. Nur Stunden nach seiner Flucht wurde auch der zweite Tatverdächtige festgenommen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der 20-Jährige wurde demnach von Spezialeinsatzkräften am Mittwochabend in Kreuzberg gestellt. Er sollte einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Sein jüngerer Bruder (18) liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Er war bei dem Überfall auf einen Geldboten am Mittwochvormittag von diesem angeschossen worden. Die Polizei hält es für möglich, dass es weitere Komplizen gab.

Beute haben die Brüder laut Polizei nicht gemacht. Der Unverletzte war zunächst entkommen. Bankangestellte oder Kunden wurden bei der Tat nicht verletzt.

Laut Polizei wollte der Bote im Vorraum der Bank in den Gropius Passagen die Automaten mit neuem Geld bestücken, als er mit Reizgas attackiert worden sei. Die Angreifer sollen mindestens zwei Schüsse auf den Geldboten abgegeben haben. Dieser habe das Feuer erwidert, wobei er den 18-Jährigen traf. Der Schwerverletzte konnte kurz danach vor der Bank festgenommen werden.

Der Wachmann wurde wegen des Reizgases ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Er konnte laut Polizei die Klinik kurze Zeit später wieder verlassen.

Die Polizei bat um Hinweise von Zeugen, die die Tat beobachtet oder das Geschehen mit einem Handy gefilmt haben.

Im vergangenen Jahr und auch Anfang dieses Jahres gab es eine ganze Reihe von Überfällen auf Geldboten und Banken. Zuletzt hatten vier Männer am 19. Februar einen Geldtransporter auf dem Ku'damm überfallen. Ein Verdächtiger aus einem bekannten arabischstämmigen Clan wurde später festgenommen.

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