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Verband: Hotels vor Wiederöffnung sehr gefragt

Zwei Prospekte mit dem Dehoga-Logo liegen auf einem Tisch. Foto: Marc Tirl/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Cottbus (dpa/bb) - Ab diesen Freitag öffnen in Brandenburg Hotels und Pensionen wieder für ihre Gäste. Nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga ist die Buchungsnachfrage groß. «Nach den großen Stornierungswellen rollen die großen Reservierungswellen», sagte Dehoga-Pröäsident Olaf Schöpe der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der Deutschlandtourismus werde auch in diesem Jahr wieder der Gewinner sein, weil viele Urlauber sich wahrscheinlich mit Fern-und Flugreisen noch etwas zurückhalten. Am 24. Juni starten die Sommerferien in Berlin und Brandenburg.

Vom 11. Juni an sind private Übernachtungen in Hotels und Pensionen wieder möglich. Dabei müssen Gäste alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen. Ebenso können Thermen, Solarien und Schwimmhallen dann wieder Besucher empfangen. Die Landesregierung plant wegen der positiven Corona-Entwicklung weitere Lockerungen. Am kommenden Dienstag will das Kabinett über eine Umgangsverordnung entscheiden, die die bisherige Eindämmungsverordnung ablösen soll. Geplant ist etwa, dass die Testpflicht für Veranstaltungen im Freien und für die Außengastronomie dann komplett entfallen.

Touristische Übernachtungen in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sind schon seit Freitag vor Pfingsten (21. Mai) erlaubt. Auch Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge sowie Fahrten mit Reisebussen sind wieder möglich.

Positiv sei nach letzten Gesprächen mit der Politik, so Schäpe, dass die Meinung der Hotel- und Gaststättenbetreiber berücksichtigt wurde. «Wir hätten so manchens Missverständnis umschiffen können, wenn einiges besser kommuniziert worden wäre.» Die Branche sei viele Monate ausgegrenzt gewesen. Sie hätte sich schnellere Öffnungsschritte gewünscht. «Wir haben Opfer gebracht. Jetzt müssen wir uns schütteln und auf das konzentrieren, was vor uns liegt und das ist hoffentlich ein guter Saisonstart», so der Dehoga-Präsident. Was der Branche an Umsatz fehle, lasse sich nicht mehr aufholen. Dass die Politik nun bei den Überbrückungshilfen nachlegen wolle, sei aber eine gute Maßnahme.

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