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VPN: So richten Sie Sicherheit und Privatsphäre ein!

VPN: So richten Sie Sicherheit und Privatsphäre ein! Symbolfoto: pixabay

In Zeiten ausgefallener Cyberkriminalität entscheiden sich mehr und mehr Internetnutzer für ein VPN. Wer verschiedene Anbieter verglichen und sich für ein Paket entschieden hat, steht oft vor einem neuen Problem: Der Einrichtung des VPNs. Diese sieht vielleicht auf den ersten Blick schwieriger aus, als sie tatsächlich ist. Wir erklären, wie es geht.

Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) bietet Anwendern viele Vorteile – vor allem in punkto Sicherheit. Virtuelle private Netzwerke funktionieren wie ein geschützter Tunnel innerhalb der digitalen Welt. Die Netzwerke verschlüsseln den gesamten Datenverkehr – und zwar eingehende und ausgehende Daten. Außerdem wird Identität des Nutzers - ansonsten an der IP-Adresse leicht zu erkennen – verschleiert. Dritten wird es so drastisch erschwert, Bewegungen im Netz nachzuverfolgen und auf Daten zuzugreifen. In der Praxis bieten VPNs weitere Vorteile über mehr Sicherheit hinaus – etwa die Möglichkeit, Geoblocking zu umgehen und auf regionale Inhalte zuzugreifen.

Wer sich für ein VPN entschieden hat, muss es installieren. Hier scheitert der Anlauf zu mehr Sicherheit jedoch viel zu oft. Dabei ist der Vorgang im Grunde nicht schwierig und mit allen Betriebssystemen möglich. Wir erklären, wie es bei Windows Betriebssystemen funktioniert.

H2 Schritt 1: VPN Profil erstellen

Im ersten Schritt müssen Anwender ein VPN Profil erstellen. Hier kommt es zunächst darauf an, ob das VPN privat oder beruflich genutzt wird. Wer das Netzwerk beruflich nutzt, sollte im Intranet des Arbeitgebers nachsehen. Dort sollte eine VPN App oder zumindest eine VPN Einstellung hinterlegt sein.

Bei einem rein privaten VPN gilt es zunächst, beim Provider die VPN Verbindungseinstellungen in Erfahrung zu bringen.

Danach sind folgende Schritte notwendig:

1. Über das Startmenü „Einstellungen“ und anschließend „Netzwerk & Internet“ auswählen.

2. Schaltfläche VPN ansteuern und VPN Verbindung hinzufügen auswählen

3. VPN Anbieter auswählen

4. Verbindungsnamen auswählen (der Name sollte leicht zu merken sein)

5. Im Feld Servername/IP-Adresse die Adresse des VPN Servers eintippen

6. VPN Typ auswählen (diesen teilt der VPN Provider mit)

7. Anmeldevorgang festlegen (zum Beispiel Benutzername und Kennwort)

8. Abspeichern

H2 Schritt 2: VPN Verbindung herstellen

Nach der Einrichtung kann eine Verbindung hergestellt werden. Unten rechts auf dem Bildschirm ist das Netzwerksymbol zu sehen. Über dieses lässt sich die VPN Verbindung anwählen. Hier müssen gegebenenfalls Nutzername und Kennwort angegeben werden. Über das Netzwerksymbol sollte zu sehen sein, dass die VPN Verbindung aktiv ist.

H2 Häufige VPN Fehlermeldungen und die Lösung dazu

Leider ist es in der Praxis nicht immer so einfach wie in der Theorie. Bei der Einrichtung eines VPNs sowie bei späteren Verbindungen treten immer wieder Fehlermeldungen auf. Eine häufige Fehlermeldung ist der Fehlercode 691. Hier informiert das Betriebssystem darüber, dass die ausgehende Verbindung abgelehnt wurde. Dies liegt häufig an der Authentifizierung – und hier etwa an Fehlern bei der Eingabe von Benutzername und Passwort. Der Fehlercode 800 erscheint, wenn der VPN Client den Server nicht erreichen kann. Häufig ist eine Firewall ursächlich für dieses Problem. In den Einstellungen der Firewall muss dann die VPN Verbindung zugelassen werden.

Beim Fehlercode 721 antwortet der Remote Server nicht. Auch hier kann die Firewall ursächlich sein. Eine weitere Problemursache kann in den Routereinstellungen liegen. Hier müssen TCP Port 1723 und  IP-Protokoll 47 (GRE) geöffnet sein. Der VPN-Fehlercode 0x80072746 weist auf ein etwas größeres Problem hin, tritt jedoch recht häufig auf. In diesem Fall wurde die Verbindung durch den entfernten Horst gezwungenermaßen gekappt. Die Ursache liegt im Servermaschinenzertifikat. Anwender müssen sich in der Regel an den Support des VPN Providers wenden.

Beim Fehler 809 – gemeldet wird, dass die Verbindung zwischen Endgerät und VPN Server nicht hergestellt werden kann, da der Server nicht reagiert – liegt Ursache häufig im Bereich der Firewall oder des Routers. Hier muss der richtige Port aktiviert werden. Reicht dies nicht aus, sind meist etwas kompliziertere Operationen notwendig – eine Mail an den Kundenservice ist dann für Laien empfehlenswert. Erscheint der VPN Fehlercode 789, liegt ein Problem mit Zertifikaten vor. Es ist wichtig, sowohl auf der Client- als auch das Serverseite das korrekte Zertifikat zu verwenden.

H2 Die größte Fehlerquelle ist der Anwender

Auch wenn verschiedene Fehlermeldungen gerade in der ersten Zeit die Freude über die hinzugewonnene Sicherheit trüben können: Die größte Fehlerquelle bei VPNs ist und bleibt der Anwender. Die möglichen Anwenderfehler beginnen bei der Auswahl des falschen Anbieters. Bietet dieser etwa kein Kill Switch Feature, führt jede Unterbrechung der VPN Verbindung zur ungewollten Offenlegung des gesamten Datenverkehrs gegenüber potentiellen Hackern. Ein weiterer großer Fehler besteht darin, dass VPN nicht konsequent zu nutzen. Viele Anwender installieren das VPN auf ihrem heimischen Rechner, der durch die WLAN Verschlüsselung allerdings ohnehin bereits einen gewissen Schutz besitzt. Ausgerechnet beim Surfen über mobile Endgeräte in öffentlichen Netzwerken wird dann jedoch auf ein VPN verzichtet – für die persönliche Datensicherheit ist dies fatal.


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