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Unionsfrauen warnen vor Verzögerung der CDU-Frauenquote

Unionsfrauen warnen vor Verzögerung der CDU-Frauenquote
Vor der entscheidenden Sitzung der CDU-Spitzengremien zur Frauenquote in der Partei warnt die Frauen Union (FU) vor einer weiteren Verzögerung der Beschlüsse. "Es gibt eine Zeit zu diskutieren, und es gibt eine Zeit zu entscheiden", sagte die FU-Bundesvorsitzende Annette Widmann-Mauz den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (Montagausgaben). Sie wies zugleich darauf hin, dass die geplanten Änderungen nicht nur die Frauen, sondern auch die Jugendvertretung, die Lesben und Schwule in der Union (LSU) sowie die Digitalisierung der Parteiarbeit umfassten.
Die CDU habe sich damit jetzt drei Jahre lang intensiv beschäftigt. "Ein ausgewogener Kompromiss liegt auf dem Tisch und ist reif zur Entscheidung auf dem Parteitag in Hannover", so Widmann-Mauz. Unterstützt wurde sie von der Chefin der Unionsfrauen im Bundestag, Mechthild Heil: "Ich begrüße die Frauenquote", sagte sie der NBR und fügte hinzu: Dass bislang weniger Frauen als Männer in Führungspositionen anzutreffen seien, sei "sicher nicht mit mangelndem Leistungsvermögen" zu begründen. Präsidium und Vorstand der CDU wollen am Mittwoch (15. Juni) beraten. Dazu liegt ein grundsätzlich bereits beschlossener Antrag für eine Struktur- und Satzungsänderung vor, demnach bis 2025 schrittweise eine Frauenquote von 50 Prozent für Vorstandsämter ab der Kreisebene eingeführt werden soll. Die endgültige Entscheidung liegt beim Parteitag im September. Die Quote ist in der CDU umstritten, inzwischen gibt es Forderungen, nicht die Delegierten, sondern alle Parteimitglieder per Basisbefragung entscheiden zu lassen.

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