Union fordert Rücktritt von Bahn-Vorständen

Union fordert Rücktritt von Bahn-Vorständen
Nach dem erneuten Einbruch der Pünktlichkeitsquote von Fernzügen fordern Politiker personelle Konsequenzen bei der Deutschen Bahn. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange, sagte der "Bild": "Statt überzogener Boni muss der Vorstand schnellstens den Hut nehmen. Die Performance der Deutschen Bahn ist unterste Schublade. Es vergeht keine Woche ohne Hiobsbotschaften mit kaputten Schienen oder Zügen. Selbst bei Zugtoiletten und Rolltreppen versagt die DB." Mittelfristig müsse der Bahn-Konzern zerschlagen werden, sagte Lange: "Schienennetz und Zugverkehr müssen getrennt und neu aufgestellt werden, wenn es auf der Schiene wieder laufen soll." Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Torsten Herbst, verlangt ebenfalls eine Zerschlagung.
Herbst sagte zu "Bild": "Netz und Betrieb müssen endlich getrennt werden. Die Bahn hat ihre Pflichtaufgabe aus den Augen verloren. Sie muss sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: Menschen und Waren in Deutschland pünktlich an ihr Ziel zu bringen." Am Montag hatte es Medienberichte gegeben, wonach die Pünktlichkeitsquote der Bahn im Fernverkehr im Juni auf nur noch 52,5 Prozent eingebrochen ist.

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