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Trockenheit macht den Bäumen in Park Sanssouci zu schaffen

Trockenheit macht den Bäumen in Park Sanssouci zu schaffen. Archivfoto: Annette Riedl/dpa

Potsdam (dpa/bb) - Viele Bäume im Park Sanssouci in Potsdam leiden unter der anhaltenden Trockenheit. «Die Folgen der Dürrejahre 2018/2019 sind noch zu spüren. Und Bäume sind nachtragend», sagte der Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Frank Kallensee, am Freitag. «Und auch in diesem Frühjahr hat es nicht genug geregnet, um die Verluste aus den vergangenen Jahren auszugleichen.» Die Böden seien ausgetrocknet, der Grundwasserspiegel nach wie vor deutlich zu niedrig.

Auch wegen der Auswirkungen des Klimawandels sei die Pflege der zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Parkanlagen spürbar aufwendiger geworden. Durch die Trockenheit nehme die Wahrscheinlichkeit zu, dass gerade alte Bäume, darunter Eichen, Buchen und Linden, abzusterben drohten, sagte Kallensee. Anders als in forstwirtschaftlich genutzten Wäldern gebe es in historischen Parks deutlich ältere Gehölzbestände. Und Bäume, die ohnehin in die Jahre gekommen seien, seien durch Hitze und Wassermangel besonders gefährdet.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die in Brandenburg rund 590 Hektar Grün- und Parkflächen bewirtschaftet, hat auf die veränderten Bedingungen für die Bewässerung längst reagiert. Für den Park Sanssouci etwa steht eine Brauchwassermenge von rund 600.000 Kubikmetern pro Jahr zur Verfügung, die nicht überschritten werden dürfe. Um den Wasserverbrauch zu begrenzen, werden Wasserspiele deshalb nur eingeschränkt genutzt, wie Kallensee betonte, so wie auch derzeit. Die große Fontäne vor Schloss Sanssouci sei aber eingeschaltet.


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