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Theatertreffen hofft für 2022 auf viel echte Bühne

Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Berlin (dpa) - Das Berliner Theatertreffen hat in seiner digitalen Ausgabe rund 48.000 Streaming-Abrufe verzeichnet. Wegen der Corona-Pandemie ging das Festival vom 13. Mai bis Pfingstmontag zum zweiten Mal in alternativer Form über die Bühne, es gab 80 Stunden Programm mit 56 Streams. Leiterin Yvonne Büdenhölzer zeigte sich am Dienstag sehr zufrieden: «Im Anbetracht, dass wir uns im zweiten Jahr der Pandemie befinden, haben wir alles möglich gemacht, was möglich war.» Das Theatertreffen in dieser vollständig digitalen Form sei ein «reizvolles Experiment und eine positive Überforderung». Für das Theatertreffen 2022 hoffen die Veranstalter aber auf weniger Distanz und Screens - und dafür auf viele physische Live-Momente und Begegnungen.

Das Publikum konnte die Veranstaltungen online auch kommentieren. Laut der Bilanz wurden dabei insgesamt rund 65.500 Emoticons verschickt. Die Zahlen der digitalen Nutzung lassen sich kaum mit den Festivals der Vorjahre vergleichen. Im Haus der Berliner Festspiele mit etwa 1.000 Plätzen sind die Vorstellungen so gut wie immer ausverkauft.

Eine Jury wählt für das Berliner Theatertreffen jedes Jahr die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Diesmal lief zur Eröffnung der Livestream «Einfach das Ende der Welt» vom Schauspielhaus Zürich. Zum Finale stand die Münchner Produktion «Scores That Shaped Our Friendship» auf dem Programm.

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