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Tesla: Öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen beendet

Das Baugelände der Tesla-Autofabrik östlich von Berlin. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Grünheide (dpa/bb) - Auf die öffentlich ausgelegten neuen Unterlagen für das Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin hat es online mehr als 80.000 Zugriffe gegeben. Das sagte ein Sprecher des Brandenburger Umweltministeriums. An diesem Montag um 0.00 Uhr endete die Auslegungsfrist für die seit dem 18. Juni auf dem Portal «Umweltverträglichkeitsprüfungen der Länder» veröffentlichten Unterlagen zu den Plänen des US-amerikanischen Elektroautobauers im Landkreis Oder-Spree. Einwendungen sind bis zum 19. August möglich. Danach entscheidet das Landesamt, ob eine erneute Erörterung erforderlich ist.

Die Unterlagen - der vollständige Antrag sowie Immissionsprognosen für Luftschadstoffe, Gerüche und Lärm, der artenschutzrechtliche Fachbeitrag, der Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie sowie Erschütterungs- und Schwingungsgutachten - waren beim Landesamt für Umwelt (LfU) eingereicht worden. Sie waren auch in der Landesamt-Außenstelle Frankfurt (Oder), der Gemeinde Grünheide, dem Amt Spreenhagen, der Stadt Erkner und beim Landkreis Oder-Spree in Beeskow zu lesen. Tesla hatte im Juni neue Unterlagen für den Bau vorgelegt, da nun auch die Herstellung von Batteriezellen und eine Erweiterung des Presswerks durch zwei weitere Presslinien geplant sind. Nach einer ersten Auslegung hatte die Anhörung von Kritikern im September 2020 mehrere Tage gedauert. Einwendungen von 414 Personen oder Verbänden waren eingegangen. Eine Anhörung gehört zum Verfahren für die umweltrechtliche Genehmigung von Teslas erster E-Autofabrik in Europa.

Tesla will in Grünheide jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Reihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau fehlt die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung ist unklar. Ursprünglich wollte das Unternehmen bereits im Juli die Produktion starten. Bei einem Besuch in Grünheide Mitte Mai hatte Tesla-Chef Elon Musk das Jahresende als Termin genannt.


 
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