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Täter-Auto wird untersucht, Europacenter teilweise geräumt

Franziska Giffey (M), informiert sich nach einem tödlichen Zwischenfall bei den Einsatzkräften. Foto: Christoph Soeder/dpa

Mehrere Stunden nachdem ein Autofahrer in Berlin in eine Menschengruppe fuhr, ist am Mittwochnachmittag das Europacenter zum Teil geräumt worden. Grund sei die genauere Untersuchung des Autos des Täters, das gegenüber des großen Einkaufszentrums auf der anderen Seite der Tauentzienstraße stand. Es gehe um eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls sich in dem Wagen etwas Gefährliches befinden sollte, so die Polizei. Nach Informationen der «Bild»-Zeitung wurde in dem Auto ein Bekennerschreiben gefunden. Das Motiv des Fahrers sei noch nicht ganz klar, aber es soll nicht politisch gewesen sein. Die Zeitung zitierte einen Ermittler: «Auf keinen Fall ein Unfall - ein Amokläufer, ein eiskalter Killer.» Eine Polizeisprecherin bestätigte das zunächst nicht.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden eine Frau getötet, sechs Menschen lebensgefährlich und drei Menschen schwer verletzt. Hinzu kämen mehrere Leichtverletzte. Der Täter war um 10.26 Uhr an der Berliner Gedächtniskirche am Ku'damm in eine Menschengruppe auf dem Bürgersteig gefahren und dann 200 Meter weiter in ein Schaufenster gekracht. Der Fahrer - laut Polizei ein 29-jähriger Deutsch-Armenier - wurde festgenommen. Die Polizei prüft, ob es sich um einen Unfall, einen medizinischen Notfall oder um eine vorsätzliche Tat handelte.


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