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Sprengung am Schloss Senftenberg: Sperrkreis wird errichtet

Symbolfoto: David Inderlied/dpa

In Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) soll an diesem Mittwoch (11.00) am Schloss die kontrollierte Sprengung von Munition erfolgen. Dazu werde ab 9 Uhr um den Sprengort ein Sperrkreis von 100 Meter errichtet, wie Landkreis und Stadtverwaltung am Dienstag mitteilten. Die Sprengung durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes solle voraussichtlich gegen 11 Uhr erfolgen. Von der Sperrung sei das Museum, der gesamte Senftenberger Schlosspark, aber auch der Tierpark betroffen, hieß es weiter. Bei der Munition handelt es sich nach Angaben von Landkreissprecherin Nora Bielitz um Handgranaten und Gewehrgranaten, die nicht abtransportiert werden können. Ob es sich um Weltkriegsmunition handelt oder um noch ältere Geschosse, war zunächst unklar.

Vorangegangen waren Grabungsarbeiten durch Archäologen im April in der südlichen Wallanlage im Schloss Senftenberg. Diese sollen Bauarbeiten für einen Neubau vorbereiten. Entdeckt wurde außer einer historischen Waffensammlung auch alte Munition - darunter Granaten, Panzerfäuste und Handwaffenmunition, die abtransportiert werden konnten. Die Funde stammten unter anderem aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Ein neuer Munitionsfund durch Kampfmittelexperten, der nicht transportierfähig ist, macht die Sprengung nun erforderlich.

Das Schloss Senftenberg diente während des Zweiten Weltkrieges als Militärunterkunft. Zum Ende des Krieges war es nur noch durch einzelne Kämpfer der Hitlerjugend und des Volkssturms besetzt und wurde dem Landkreis zufolge kampflos der sowjetischen Armee übergeben. Ob sich die deutschen Kämpfer aus Angst vor Sanktionen der Waffen entledigten oder die Rote Armee diese entsorgte, war noch nicht abschließend beantwortet.


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