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Sportminister bei 2G für Profi-Fußballer noch uneins

Sportminister bei 2G für Profi-Fußballer noch uneins

Die für Sport zuständigen Minister der Bundesländer sind bei der Frage einer 2G-Regel für Profi-Fußballer noch uneins. Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper ist dafür. "2G bei den Fans, 2G auf dem Rasen - das wäre im Kampf zur Entlastung der Intensivstation ein wichtiges Signal", sagte sie gegenüber dem Nachrichtenportal Watson. Profisportler seien Vorbilder und müssten sich dementsprechend verhalten und sich auch impfen lassen, wenn keine medizinischen Gründe dagegensprächen. Die Auffassungen der Ministerien anderer Bundesländer gehen dabei meist in die gleiche Richtung. In Bremen sei die Meinungsbildung "im Hause allerdings noch nicht abgeschlossen", teilte die Behörde für Soziales, Jugend, Integration und Sport von Bremen mit.

Eine Regelung müsse auch mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sein - beispielsweise in Sachen Berufsfreiheit. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport sieht ebenfalls noch rechtliche Hürden bei der Umsetzung einer 2G-Regel: Sofern Profisportler bei der Ausübung ihrer Sportart der 2G-Regelung unterfielen, würde dies nach Ansicht des Ministeriums faktisch die Einführung einer Impfpflicht im Profisport bedeuten. "Ein solcher Schritt begegnet jedoch erheblichen rechtlichen Bedenken." Der hiermit verbundene Eingriff in die Berufsfreiheit der Sportler sei "nur schwerlich zu rechtfertigen". Demnach seien Profisportler, während sie ihre Tätigkeiten ausführen, nicht regelmäßig in Kontakt zu vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Aber auch das Niedersächsische Ministerium fordert die Profi-Sportler zu Impfungen auf: Ungeachtet dieser rechtlichen Erwägungen seien alle Profisportler "insbesondere auch aufgrund ihrer Vorbildfunktion" aufgerufen, sich impfen zu lassen.