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Spandau-Brandserie: Polizei fasst 16-jährigen Verdächtigen

Ein Mann trägt Handschellen. Foto: Stefan Sauer/dpa/Illustration

Berlin (dpa/bb) - Nach einer langen Serie von Brandstiftungen in Berlin-Spandau hat die Polizei einen 16-Jährigen als mutmaßlichen Täter gefasst. Der Verdächtige wurde bereits in der Nacht zu Mittwoch kurz nach der Entdeckung eines Feuers in einem Haus in der Maulbeerallee gefasst, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Am Donnerstag stellte ein Richter einen Haftbefehl aus. Die Festnahme des 16-Jährigen und eines mutmaßlichen 12-jährigen Komplizen sei gelungen, weil Fahnder der Polizei in den vergangenen Wochen in der Gegend der Heerstraße Nord sehr präsent gewesen seien, so die Polizei. Wegen der Brandserie wurde extra eine sogenannte Ermittlungsgruppe mit der Bezeichnung «Quartier» eingesetzt.

Die beiden Jugendlichen sollen am späten Dienstagabend den Brand in der Maulbeerallee gelegt haben. Polizisten sahen sie direkt danach am Tatort. Dann erfolgte die Festnahme. Die beiden sollen auch weitere Feuer in dem Wohngebiet entzündet haben, erklärte die Polizei. Die Ermittlungen dazu liefen noch. Die Feuerwehr hatte Anfang des Jahres berichtet, dass es seit drei bis vier Monaten immer wieder Brände in Kellern in der Obstallee in Spandau gebe. Im Januar hatte ein Feuer in Kellerverschlägen eines dortigen Hochhauses einen großen Einsatz mit 107 Feuerwehrleuten ausgelöst.