Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst etwas schneller

Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst etwas schneller
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland wächst etwas schneller. Im vierjährigen Mittel der Jahre 2018 bis 2021 betrug der durchschnittliche Anstieg pro Tag 55 Hektar, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Der Indikatorwert für die Jahre 2017 bis 2020 hatte im Vorjahr bei 54 Hektar pro Tag gelegen.
Ziel der Bundesregierung in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist es, den durchschnittlichen täglichen Anstieg bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar zu begrenzen. Bis 2050 wird eine Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt. Das heißt, es sollen dann netto keine weiteren Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke erschlossen werden. Innerhalb der Siedlungsfläche (ohne Abbauland) wuchsen vor allem die Flächen für Wohnbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen 2021 und 2020 stärker als in den Vorjahren. 2021 betrug die Zunahme dieser Flächen 39 Hektar pro Tag, 2020 waren es 40 Hektar pro Tag. 2019 betrug die Zunahme noch täglich 33 Hektar, 2018 und 2017 jeweils 32 Hektar. Eine Ursache für die Zunahme dieser Flächen dürfte in der starken Bautätigkeit in und um Gemeinden und Städte liegen, so die Statistiker. Der Zuwachs bei den Sport-, Freizeit- und Erholungs- sowie Friedhofsflächen zeigte sich im Vierjahreszeitraum seit 2018 hingegen weitestgehend konstant und wies 2021 täglich elf Hektar auf. Die Verkehrsfläche legte knapp acht Hektar pro Tag zu. Trotz der Zunahme machen die Flächen für Siedlung und Verkehr nach wie vor etwa ein Siebtel der Gesamtfläche in Deutschland aus: 14,5 Prozent der Fläche und damit 5,2 Millionen Hektar werden für Siedlung und Verkehr genutzt. Davon entfallen 9,4 Prozent (3,4 Millionen Hektar) auf die Siedlungsfläche (einschließlich Abbauland) und 5,1 Prozent (1,8 Millionen Hektar) auf die Verkehrsfläche. Insgesamt umfasst die Gesamtfläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar. Die Fläche für Vegetation bildet mit 83,2 Prozent den höchsten Anteil (29,8 Millionen Hektar). Diese besteht im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft mit 50,5 Prozent (18,1 Millionen Hektar) sowie aus Waldflächen mit 29,8 Prozent (10,7 Millionen Hektar) und aus Gehölz mit 1,2 Prozent (441.000 Hektar). Lediglich 2,3 Prozent der bundesdeutschen Fläche sind mit Gewässern (0,8 Millionen Hektar) bedeckt.

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