Bericht:

Schwarzarbeit mit Millionenschaden? Mann auf der Anklagebank

Eine Justitia mit verbundenen Augen und einer Waage ist am Eingang des Kriminalgerichts Moabit zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Berlin (dpa/bb) – Weil er als Geschäftsführer einer Berliner Baufirma für Schwarzarbeit mit einem Schaden von rund 1,5 Millionen Euro verantwortlich sein soll, steht ein 52-Jähriger vor dem Landgericht der Hauptstadt. Dem Mann werden 51 mutmaßliche Taten zur Last gelegt. Er habe von Mai 2008 bis April 2010 diverse Arbeitnehmer schwarz beschäftigt und unter anderem Beiträge zur Sozialversicherung nicht ordnungsgemäß abgeführt, heißt es in der zu Prozessbeginn am Mittwoch verlesenen Anklage. Ob sich der 52-Jährige zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen.

Der Angeklagte soll als alleiniger Geschäftsführer agiert haben. Tatsächlich aufgewendeten Lohn von rund 3,1 Millionen Euro brutto habe er nicht in voller Höhe von der Buchhaltung des Unternehmens erfassen lassen, heißt es in der Anklage. Er habe dementsprechend zu niedrige Meldungen zur Sozialversicherung und zu Lohnsteuern abgegeben.

Die Staatsanwaltschaft war zunächst von 75 mutmaßlichen Taten ausgegangen. 24 Fälle seien allerdings im Vorfeld der Verhandlung eingestellt worden, teilte das Landgericht mit. Der Verteidiger rügte nach Verlesung der Anklage die Gerichtsbesetzung. Der Prozess wegen Vorenthaltens von Arbeitnehmerentgelten und Steuerhinterziehung wird am 19. August fortgesetzt.

Zurück zur Liste
Ihre Meinung und Bewertung zu diesem Artikel ist uns wichtig
Geben Sie hier Ihre sachliche Meinung mit Sternenbewertung für diese Meldung ab! Beleidigungen jeglicher Art gegen Personen, Organisationen, Unternehmen, Produkte, Parteien usw. werden nicht veröffentlicht.
Ihr Name*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht!)*
Ihre Sternebewertung*
Geben Sie hier bitte Ihre Bewertung ab. (Wir prüfen vor VÖ auf Beleidigungen)*
Datenschutz*

Mit Setzen des Hakens erkläre ich mich einverstanden, dass die von mir erhobenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit mit einer Nachricht an uns widerrufen. Weitere Informationen entnehmen Sie der Datenschutzerklärung

Ich bin kein Roboter*