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Scheeres: Positive Bilanz von Förderung begabter Kinder

Schüler einer Berliner Schule sitzen in ihrem Klassenraum. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb) - An 62 Schulen in Berlin werden begabte Kinder mit einem Landesprogramm besonders gefördert. Unter dem Motto «Begabtes Berlin. Talente finden. Begabungen fördern» werden dort die Potenziale von Jungen und Mädchen entdeckt und unterstützt. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zog am Freitag eine erste positive Bilanz. «Ich bin der festen Überzeugung, dass in jedem Kind eine Begabung steckt», sagte sie. Seit Beginn des Programms 2018 sind demnach 7,5 Millionen Euro in die Förderung begabter Kinder geflossen. «Damals, als das anfing, waren wir das erste Bundesland, das so viel Geld in die Hand genommen hat», erinnerte Scheeres. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neukölln ist eine dieser Schulen. «Wie grandios ist das, dass man in jeglicher Gruppe fühlen kann, dass wir alle eine Begabung haben?», sagte Schulleiterin Karin Kullick auf einer Pressekonferenz am Freitag. «Die Effekte durch die Begabungsförderung zeigen sich auch im gesamten Lernen.» Die Jungen und Mädchen seien selbstbewusster und kreativer.

Interessierte Kinder können sich für das Programm an ihrer Schule bewerben und dann Teil der verschiedenen Kursangebote werden. An dem Gymnasium sind das beispielsweise die Schülerzeitung oder der Kurs «Climb&Jump», bei dem durch Klettern Selbstvertrauen und Verantwortung gestärkt werden sollen. Das Programm wurde gemeinsam mit einem Expertengremium unter Leitung des Erziehungswissenschaftlers Thomas Trautmann entwickelt und begleitet. «Die Begabungsförderung hat sich in Berlin strukturell verankert, das ist klasse», konstatierte der Hamburger Pädagoge. Allerdings sehe er noch Potenzial im Bereich der Kreativität und der wissenschaftlichen Begleitung der Initiative.5