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SPD, Grüne und Linke würdigen Lösung im Vivantes-Tarifstreit

Pflegekräfte von Vivantes und deren Töchterunternehmen stehen vor dem Roten Rathaus. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb) - SPD, Grüne und Linke in Berlin haben sich erleichtert gezeigt über das Ende des langen Tarifkonflikts bei den Töchtern der landeseigenen Vivantes-Kliniken. «Wir freuen uns, dass dieser große Schritt gelungen ist», sagte die Grünen-Politikerin Bettina Jarasch am Freitag nach einer Sitzung der Verhandlungsführer der rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen. Im Zuge einer besseren Bezahlung und besserer Arbeitsbedingungen werde es womöglich sogar gelingen, wieder mehr Pflegekräfte zu gewinnen.

Der Linken-Politiker Klaus Lederer sagte, das Land Berlin habe bei den landeseigenen Kliniken auch eine Vorbildrolle im Hinblick auf Vergütung und Arbeitsbedingungen. «Wir hoffen, dass da nun schnell konkrete Tarifverträge draus werden.» Die SPD-Vorsitzende Franziska Giffey dankte ihrem Parteifreund Matthias Platzeck, der in dem Tarifkonflikt vermittelt hatte. Seine Arbeit habe eine große Rolle gespielt dabei, trotz verhärteter Fronten eine Lösung zu finden.

Nach monatelangen Verhandlungen und Wochen des Streiks stellten alle Beteiligten am Freitag ein Eckpunktepapier vor, nach dem die Beschäftigten bei den Töchtern der landeseigenen Vivantes-Kliniken noch in diesem Jahr mehr Geld bekommen sollen. Bei zwei der fünf betroffenen Tochtergesellschaften steht rückwirkend zum 1. Juli eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent an. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten zudem eine Corona-Sonderzahlung von 1500 Euro. Bis 2025 sollen sich die Löhne und Gehälter stufenweise dem Niveau des Tarifvertrags des öffentlichen Diensts (TVöD) annähern.

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